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| Vakuum |
| Wußten
Sie schon, daß das Vakuum eine Erfindung von Leuten ist, die
sich völlige Leere einfach nicht vorstellen können? |
Manfred
Strahl
(*1940), deutscher Aphoristiker und Satiriker
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| Vater |
| Ein
(zu) großer Teil von Eltern erzieht ihre Kinder heute
antiautoritär. Dies jedoch nicht mit Absicht, sondern weil sie
es leider nicht besser wissen. |
Stefan
Wittlin
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| Verachtung |
Für
die Verächter der "Herdenmenschheit".
Wer die Menschen als Herde betrachtet und vor ihnen so schnell
er kann flieht, den werden sie gewiß einholen und mit ihren Hörnern
stoßen. |
Friedrich
Nietzsche
(1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und
Schriftsteller |
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| Verantwortung |
| Nichts
ist unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtstaat, der die
menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle
Leistung absinken läßt. |
Ludwig
Erhard
(1897 - 1977), deutscher CDU-Politiker, 2. Bundeskanzler der
Bundesrepublik Deutschland
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| Verbot |
Mach
keinem sein Recht streitig, das zu tun, was er für richtig hält,
wenn er dir damit keinen Schaden zufügt und dir deine Freiheit
nicht beschneiden will - denn Verbote sind wie ein Kerker, aus
dem jeder zu entkommen sucht -
- und ohne eigene Einsicht ist kein Selbstverständnis zu
erwarten... |
Bruno
O. Sörensen
(*1936), Kaufmann im Ruhestand, Buchautor und Helfer in
Lebensfragen |
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| Verdacht |
| Die
systematische Unterscheidung zwischen "anscheinend"
und "scheinbar" ist oftmals eine ärgerliche
Einmischung in das Innere anderer Menschen. Man behauptet, durch
die Maske des Scheins hindurchblicken zu können: Nur
"scheinbar" habe jemand seinen Plan aufgegeben, in
Wirklichkeit - also im Inneren - jedoch nicht. Durch das Wörtchen
"scheinbar" maßt man sich gottähnliche,
geheimdienstliche Fähigkeiten an: den unverstellten Röntgenblick
ins Bewußtsein und Gewissen des anderen. Ein ekelhaftes Wort.
Man bleibe lieber an der Oberfläche: Anscheinend ist er normal,
anscheinend möchte das Land den Frieden wahren, anscheinend ist
er verfassungstreu. Hände weg! Keine nicht nachprüfbaren Verdächtigungen.
Für jeden Verdacht muß es einen Anschein geben. |
Prof.
Dr. Rainer Kohlmayer
(*1940)
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